ab und zu lese ich etwas von Lenkungsdämpfern, die aus welchen Gründen auch immer beim Fahren hinderlich sind.
Das sehe ich ganz anders
Beim Stadtverkehr inzwischen anscheinend üblichen Wegnehmen der Vorfahrt durch einen PKW hat mir das Ding die SV gerettet. Genauer gesagt war die Vorfahrtnahme gegenüber den üblichen Standardversionen diesmal recht heimtückisch ausgeklügelt.
Von einer linksäußeren Linksabbiegerspur ruckartig über die Mittelspur (ebenfalls ausschließlich Linksabbieger) scharf nach rechts zu ziehen ist eine Variante, die einen fast schon professionellen Motorradfahrerkiller auszeichnet. In diesem Fall allerdings eine Killerin
Ist auch egal.
Für gewöhnlich hat man in so einer Situation wenig Zeit, um zu reagieren. Man klatscht entweder seitlich in den PKW oder fliegt drüber und zumindest das Mopped ist futsch, oder man schafft es mit einem Wahnsinnsschlenker grade noch so um den Kühler drumrum, hat aber dann den Nachteil, daß der zwangsläufig darauffolgende Gegenschlenker so schnell geschieht, daß es einem den Lenker aus der Hand reißt und man fast unweigerlich heruntergeschleudert wird. Auch hier ist mindestens das Mopped angebröselt.
Ich weiß nicht, was in diesen beiden Fällen besser ist.
Die Variante mit Lenkungsdämpfer jedenfalls greift den zweiten Fall auf: Der Gegenschlenker wird gedämpft, und obwohl es Abzüge in der B-Note gibt, wird man lediglich wie ein nasser Sack durchgerüttelt, kann sich aber am Lenker noch festhalten. Find ich gut
Dumm nur, wenn sich der Bremshebel bei diesem nassen-Sack-Geschüttel recht heftig in den Unterschenkel bohrt und ihn ordentlich aufreißt. Der Blick auf freiliegende Knochen, Venen und Sehnen ist nicht jedermanns Geschmack
Vielleicht hätte man sich doch lieber fliegen lassen sollen? Den Ärger mit der Versicherung bei nichtbeschädigten Fahrzeugen ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Die Schmerzen und die Dauer des Heilungsprozesses auch nicht.
Fazit dieser Gegenüberstellung: Irgendwo verliert man immer.
Mist
Klaus
P.s.: Das nächste Mal halte ich drauf.