Kurzstrecken fahren ist Gift für die SV und die anderen


Allgemeine Gesprächsthemen, Fragen und Antworten.
Pinky


#16

Beitrag von Pinky » 10.01.2005 13:55

ihr tüdelt das zusammen!!! :wink:

der "ölchoke" is beim 2takter - der normale beim 4takter... das 2zylinder 4takter da oben bezieht sich auf die varadero der ölchoke auf eine anderes mopped - wer lesen kann is klar im vorteil :wink:

ausserdem sind das beides stinknormale choke - nur beim 2takter wird eben noch öl benötigt ("ölchoke" hör ich zum ersten mal - is wohln insider :D )

Silver-SV


#17

Beitrag von Silver-SV » 10.01.2005 14:56

Hey Pinky, das ist aber schon auf die 125er Varadero bezogen gewesen :twisted:

Ist ja kein problem, ihr könnt nicht lesen und ich kann nicht formulieren :lol:

Pinky


#18

Beitrag von Pinky » 10.01.2005 15:09

aber das isn viertakter und hat somit keinen ölchoke!!! :wink:

Silver-SV


#19

Beitrag von Silver-SV » 10.01.2005 15:22

Und ich habe nur das wiedergegeben was mir mein Freundlicher Mechaniker von Honda gesagt hat.
Von daher, schönen gruß.

Knieschleifer


#20

Beitrag von Knieschleifer » 15.02.2005 7:52

Dann hat der gute Mann von Moppeds fast soviel Ahnung wie meine Oma (Gott hab sie seelig)

Ölchoke, ...diesen Schwank werde ich in meine Bestenliste der größten Technikammenmärchen aufnehmen! :D

Beim Zweitakter gibts genau zwei Möglichkeiten.

1.) Gemischschmierung (gibts heute so gut wie garnicht mehr)
Dabei wird in den Tank Zweitaktgemisch gekippt, welches man an der Mofatanksäule fertig gemischt beziehen kann oder man kippt die entsprechende Menge Zweitaktöl schon während des Tankvorgangs mit in denselben.
Der Choke fettet dann das dem Motor bereitgestellte Gemisch über eine zusätzliche Düse an wie jeder andere Choke auch, ein "Ölchoke" ist das nicht!!!

2.) Getrenntschmierung, das gängige Prinzip. Hier wird im Tank stinknormales Benzin gebunkert und über eine von der Kurbelwelle angetriebene Ölpumpe wird drehzahl- und lastabhängig Öl zudosiert.

Der Choke = Zusatzeinrichtung am Vergaser jedoch bedient sich AUSSCHLIEßLICH aus dem Benzintank, d. h. es wird letztendlich Gemisch mit deutlich geringerem Ölanteil in der Kaltstartphase zur Verfügung gestellt = Mangelschmierung kann auftreten. Da ein Zweitakter aber den Choke nur zum Starten benötigt und das Ding nach wenigen Sekunden manuell oder automatisch zurückgeschoben weden kann, ist das für den eh etwas verschleißträchtigeren Zweitakter irrelevant.


Gruß an alle Ölchokefahrer :D


Knieschleifer (der jeden Tag mit einem getunten 2-Takt-Scooter den Arbeitsweg bestreitet)

Lichtmann


#21

Beitrag von Lichtmann » 16.02.2005 10:26

[quote="RAINOSATOR"]Normalerweise sind alle Zündkerzen in gewisserweise "Selbsreinigend"
Sobald die dinger auf Betriebstemperatur sind werden se wieder "sauber gebrannt".
Meine SV wird übrigens auch viel kurzstrecke gefahren.(6 km zur Arbeit)
Hatte aber noch nie Probleme mit den Kerzen die auf kurzstrecke zurückzuführen währen.

Vielleicht haste minderwertiges Motoröl welches übermässig viel kohleablagerungen hinterlässt?


gruss
Raino

HI,

wie bitte soll denn minderwertiges Motoröl Ablagerungen hinterlassen?? Vor allen Dingen an den Zündkerzen?? Wenn schon soviel Öl durch Ventilschaft oder vorbei an den Kolbenringen in den brennraum gelangt kannste den Motor e vergessen, nur so viel zu den Funkenwundern,
Individuell zugeschnitten auf die unterschiedlichen Motorkonstruktionen und Fahrbedingungen muß eine zeitgemäße Zündkerze sein. So kann es eine Zündkerze, die in allen Motoren problemlos funktioniert, nicht geben.

Da die Temperaturentwicklung der jeweiligen Motoren im Brennraum unterschiedlich ist, braucht man deshalb Zündkerzen mit unterschiedlichen Wärmewerten.

Ausgedrückt wird dieser Wärmewert durch die sogenannte Wärmewertkennzahl. Bei alten Einbereichszündkerzen wurden früher zwei- oder dreistellige Zahlenkombinationen verwendet, um die unterschiedlichen Wärmewerte anzugeben.

Diese Wärmewerte, ausgedrückt durch die Wärmewertkennzahl, stellen eine auf Elektroden und Isolator gemessene, jeweils der Motorbelastung entsprechende mittlere Temperatur dar. An der Isolatorspitze sollte die Betriebstemperatur zwischen 400°C und 850°C liegen. wobei Temperaturen von über 400°C deshalb anzustreben sind, da bei darüberliegenden Temperaturen die auf der Isolatorspitze sich absetzenden Ruß- oder Ölkohlebeläge auflösen und sich die Zündkerze so wieder selbst reinigt.

Über 850°C sollte allerdings die Temperatur am Isolator auch nicht liegen, könnten doch bei mehr als 900°C Glühzündungen auftreten. Außerdem werden bei extrem hohen Temperaturen die Elektroden zusätzlich durch chemisch-aggressive Verbindungen angegriffen oder zerstört. Gefahr des mechanischen Auflösen des Teils was in den brennraum reicht, Motorschaden un ausweichlich. All dies hat nicht nur dazu geführt, daß die technische Weiterentwicklung wegführte von der alten Einbereichszündkerze hin zur modernen Mehrbereichszündkerze, mehr noch: Gerade die Entwicklung neuer Werkstoffe insbesondere für die Isolatoren oder die Verwendung hochwertiger Kupferkerne in den Mittelelektroden decken die heute erforderlichen Qualitätsstandards für diese weitgespannten Wärmewertbereiche ab.
Diese technischen Vorteile haben zu einer Änderung der Zündkerzenbezeichnungsart geführt. So werden heute von modernen Herstellern wie NGK die Mehrbereichszündkerzen nur noch mit ein- oder zweistelligen Zahlen unterschieden. Diese lassen auch überhaupt keinen Hinweis mehr auf die "alte" Wärmewertkennzahl zu. Gleichzeitig weisen zusätzlich die Verkaufsunterlagen für jeden Motor die entsprechend passende Mehrbereichszündkerze aus.

Für NGK-Zündkerzen gibt es eine einfache Faustregel:

Niedrige Wärmewert-Kennzahl (z.B. BP4ES) "Heiße Kerze"

hohe Wärmeaufnahme, bedingt durch eine lange Isolatorspitze.

Hohe Wärmewert-Kennzahl (z.B. BP8ES) "Kalte Kerze"

geringe Wärmeaufnahme, bedingt durch eine kurze Isolatorspitze.


Alos im Winter liebe ne heiße Kerze fahren, die Umrechnung in die alten Wärmewerte ist über den Hersteller möglich.

Grüsse

Lichtmann


#22

Beitrag von Lichtmann » 16.02.2005 10:33

ach ich noch mal, lacht, Ist der Isolatorfuß lang, wird zwar das Kraftstoff-Luft-Gemisch gut entzündet, jedoch nimmt der Isolator viel Wärme auf, die Kerze wird schnell heiß, d. h., sie hat einen niedrigen Wärmewert.

Lichtmann


#23

Beitrag von Lichtmann » 16.02.2005 10:36

Kerzenbild
Aus dem Kerzenbild kannst du "lesen", wie der Motor eingestellt ist und wie es ihm "geht":


rehbraun: In diesem Fall ist an der Verbrennung nichts zu beanstanden, d. h. die Kerze funktioniert einwandfrei und das Gemisch besitzt das richtige Verhältnis zwischen Sprit und Luft !
weiß: Das Gemisch könnte zu mager sein (zuviel Luft, zuwenig Sprit). Mögliche Gründe:
- Falsche Einstellung des Vergasers
- Undichte Ansaugstutzen
- Falscher oder nicht vorhandener Luftfilter
- Kerze war lose
- mieser Sprit
- Zündung zu früh
- verschmutzte Benzinzuleitung
- Zylinderkopf lose
- evtl. falscher Wärmewert der Kerze
schwarz: Eine Verrußung der Kerze liegt vor. In diesem Fall könnte das Gemisch zu fett sein (zuwenig Luft, zuviel Sprit). Mögliche Gründe:
- Falsche Einstellung des Vergasers
- Verdreckter Luftfilter
- Zündung zu spät
- Zu lange Betätigung des Chokes
- Schmieröl gelangt in die Verbrennungskammer (evtl. durch defekte Kolbenringe)

KuNiRider


#24

Beitrag von KuNiRider » 16.02.2005 15:51

http://www.svrider.de/index.php?seite=t ... details=22
Alles über Zündkerzen 8)
Wenn ich mal Zeit habe, muss ich die Bilder wieder gängig machen :roll:

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