So, jetzt geb ich auch mal meinen Senf zum Thema Schutzkleidung:
Mein Bekannter fährt in seinem Dorf "nur mal schnell" zum Kumpel, der im gleichen Dorf vielleicht 800m entfernt wohnt. Er fährt in kurzer Hose und Birkenstocks, weil schließlich war Hochsommer und es ist ja nicht weit. Wie das Schicksal so spielt: er wird von ner Dose abgeräumt, schleudert gegen einen Zaunpfahl (hier wird ihm der große Zeh abgerissen), und fliegt mit senen schweren Schürfwunden in einen kurz vorher gedüngten Acker. Folge: Knochebrüche, einen Zeh weniger und eine durch den Dünger verursachte Blutvergiftung, an der er um ein Haar krepiert wäre.
Sachen gibts, die gibts gar net! Aber überlegt euch , wie es mit Sicherheitskleidung ausgesehen hätte. Sicherlich nicht weniger Knochenbrüche, aber der Zeh wäre mit Stahleinlage in der Sohle (wie bei Sportstiefeln üblich) und Zehekappe noch dran, die Schürfwunden gäbe es nicht.
Ich für meinen Teil will nie querschnittsgelämt im Krankenhaus aufwachen und feststellen, dass ich mit optimaler Schutzkleidung besser davongekommen wäre. Mein Fahrlehrer, der ebenfalls als Notarztfahrer ehrenamtlich tätig ist, erzählte mir von Unfallopfern, die Ohne Handschuhe unterwegs waren und sich beim Sturz ihre Unterarme und Hände bis auf die Knochen abgefräst haben. Die Muskeln hingen in Fetzen noch dran.
Traurig, aber in bezug auf Schutzkleidung sollte es keinen Kompromiss geben.
Grüße und allzeit unfallfreie Fahrt
