Kleinere Batterie => Günstiger und leichter


Wie mach ich und wo bekomme ich was? Was ist gut und günstig?
wolfi


Kleinere Batterie => Günstiger und leichter

#1

Beitrag von wolfi » 28.06.2007 22:39

Namd zusammen,

da meine alte Knubbel-Batterie nach 5 Jahren den Geist aufgegeben hat hab ich nun beschlossen, eine etwas kleinere Blei-Gel-Batterie einzubauen. Die Batterien kenne ich aus anderen Anwendungen und weiß dass sie kurzzeitig sehr hohe Ströme abgeben können. Statt der 12V 10Ah Batterie, die standardmäßig drin ist habe ich nun eine 12V 7,2Ah Batterie drin.

Vorteil: Die kleinere kostet statt 40€ nur 10,65€ (bei Reichelt Elektronik) und wiegt ca. 2 bis 2,5kg weniger als das Original.

Nachteil: Die Standard-Anschlüsse passen nicht mehr und man muss was basteln/löten.

Habe mal zwei Bilder hinzugefügt. Das eine zeigt die Umgebaute Batterie, sodass man die motorradseitigen Anschlüsse montieren kann. Das andere Bild zeigt die eingebaute Batterie. Wie man sieht ist die Batterie genauso breit, aber deutlich flacher und dünner - hier hab ich einfach ein Stück gefaltete Isomate zur Klemmung eingelegt.

Die Batterie hat heute ihren ersten kleinen Test bestanden, als ich die Maschine bei 14°C nach einer Standzeit des Möppis von 10 Tagen angeschmissen hab. Ergebnis: Im Startverhalten kein Unterschied zum Original.

Ich hoffe, das bleibt auch im Herbst so - im Winter fahr ich eh nicht mit der Knubbel. Ich werde berichten ... .

Schöne Grüße vom
Wolfi :D
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nille
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#2

Beitrag von nille » 29.06.2007 0:04

Hallo Wolfi,
die Batterie ist zwar günstig,
aber nicht als Starterbatterie für die SV geeignet.
Sie wird auf Grund des hohen Starterstromes
nach kurzer Zeit "reif für die Tonne" sein :?
Gruß Nils

wolfi


#3

Beitrag von wolfi » 29.06.2007 9:05

Laut Datenblatt ist der maximal zulässige Entladungsstrom für 5s immerhin 288A. Kann mir nicht vorstellen, dass ein Starter so viel Strom braucht. Das entspricht bei 12V immerhin fast 3,5kW elektischer Leistung. Außerdem springt meine Knubbel bereits nach weniger als 1s an.

Schau mer mal, wie sie sich bewährt.

thundermc


#4

Beitrag von thundermc » 29.06.2007 11:19

hab die gleiche batt. drin
fahre jetzt seit frühjahr jeden tag damit rum keine probl.damit

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#5

Beitrag von Dragol » 02.07.2007 13:41

wolfi hat geschrieben:Laut Datenblatt ist der maximal zulässige Entladungsstrom für 5s immerhin 288A. Kann mir nicht vorstellen, dass ein Starter so viel Strom braucht. ...
Und schon liegst Du im Irrtum.
Wenn der Motor, und somit auch das Öl, richtig kalt ist kann der Starter über 400 Ampere benötigen ...

Darum gibt es Starterakkus, und darum kosten die halt auch mehr.

Ich kann mich auch erinnern, dass hier im Forum im letzten Jahr schon von Problemen mit dieser "ich will es halt richitg billig und nicht preiswert"-Lösung berichtet wurde.

Wenn Du keine Probleme damit hast, dann auch weiterhin gute Fahrt.
Aber diese Bastellösung ist aus technischer Sicht einfach nur schlecht.
"Der Lenker ist ein Instrument zur Kontrolle und nicht zum Festklammern da." (Keith Code, Der richtige Dreh II, 1993)

2006, 2007, 2009, 2010, 2011, 2012 amico del tornanti
2013 viaggio in Sardegna, Routes des Grandes Alpes

wolfi


#6

Beitrag von wolfi » 02.07.2007 15:49

400A bei der SV650? Na da melde ich mal starke Zweifel an. Das wären knapp 5kW elektrische Leistung.
Kaltes Öl? Wie beschrieben fahre ich mit der SV nicht im Winter.

Egal, ich werde sehen, wie sich die Sache macht.

Deine Bemerkung von wegen "aus technischer Sicht einfach nur schlecht" überhör ich jetzt einfach mal. Ich glaube, was die technische Sicht betrifft habe ich berufsbedingt ein recht gutes Urteilsvermögen.

Ansonsten finde ich, dass Nilles Signatur gut passt:

Wer immer tut was er schon kann,
bleibt immer das, was er schon war...

Und ich probier eben jetzt mal was Neues aus.
Und wenn´s nicht klappt hat mich die Sache 10€ und ein bischen Arbeit gekostet. Kein großes Risiko, oder? :wink:

Apfelbrei


#7

Beitrag von Apfelbrei » 06.07.2007 21:21

hab ne 8Ah batterie drin, manchmal schafft sie es nicht, einfach nochmal neu starten, dann gehts meist. musst halt das licht ausschalten...

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#8

Beitrag von nille » 06.07.2007 21:30

8Ah haben die HAWER auch, die ich verbaut hab,
aber die geben im Unterschied zu der oben beschriebenen Batterie maximal einen Strom von 665 Ampere ab :!:
Gruß Nils

Bluebird


#9

Beitrag von Bluebird » 07.07.2007 0:48

@ wolfi:
die Batterie die du verbaut hast, ist für Alarmanlagen und Modellbau etc. geeignet, sprich für dauerhafte Belastung dafür mit weniger Spitzenströme. Diese batterien haben dünnere Bleiplatten, daher sind sie im Vergleich zu normalen Starterbatterien (welche dickere Bleiplatten haben) auch kompakter bei gleicher Ah Zahl. Aufgrund dieser dünnen Bleiplatten haben sie aber einen relativ geringen Spitzenentladestrom (wie bei dir von nur 288A), auf längere Zeit gesehn wird so eine Batterie nicht standhalten, auch wegen der Vibrationen und Schläge nicht, da alles ein wenig zarter darin ist.

Starterbatterien wiederrum sind nicht für Dauerbelastung geeignet, bringen dafür einen sehr hohen Startstrom. Außerdem sind Starterbatterien für die unregelmäßigen Lade- und Entladezyklen im KFZ- Bereich ausgelegt, das macht die gewöhnlichen Batterien auch kaputt.

Wenn ich mal Gelegenheit habe, werde ich den Startstrom mal messen

Overdrive


#10

Beitrag von Overdrive » 07.07.2007 1:05

Ja, messt ruhig mal die Ströme beim Anlassen, wäre echt interessant..

@Themenstarter: Sieht aus wie ne Batterie aus ner USV, würde auch behaupten, dass die nen größeren Innenwiderstand hat als ne reine Starterbatterie, sprich schneller in die Knie geht.. Speziell in dem Moment, wo der Anlasser einrückt und drehen soll fließen echt gr. Ströme, zwar nur kuru, aber umso heftiger.

Hab mir daher extra für meine 650er K3 die Yuasa von der 1000er geholt. 14Ah, hrhrhr. :twisted:

Bluebird


#11

Beitrag von Bluebird » 07.07.2007 1:18

Wieviel Amperestunden eine Startbatterie hat ist nahezu unerheblich (natürlich sollte sie auch noch ein wenig was haben), viel wichtiger ist der Startstrom den sie abgeben kann. Der Startermotor ist ein Gleichstrommotor, da bei jenem der Ankerwiderstand (Anker ist das ist der drehende Teil) sehr klein ist, fließt direkt beim Einschalten ein riesen Strom, erst wenn sich der Anker dreht wird in den Ankerspulen eine Spannung induziert, die der angelegten Spannung entgegenwirkt, das begrenzt den Strom.

wolfi


#12

Beitrag von wolfi » 08.07.2007 18:25

Danke Blubbi, super Info! Eine Messung des Startstroms wäre wirklich mal interessant. Die Erklärung dünnere Bleiplatten klingt für mich logisch, deswegen ist die Batterie wohl auch leichter als vergleichbare. Das mit der Vibrationsfestigkeit ist echt ein Punkt. Ich werde versuchen, den übrig gebliebenen Raum zu nutzen, um die Batterie z.B. in Schaumstoff zu lagern, damit die good vibrations der SV nicht so zu ihr durchdringen.

@Overdrive: Die Batterie ist laut Reichelt Elektronik u.a. für Alarmanlagen und USVs gedacht.

BuRli


#13

Beitrag von BuRli » 11.07.2007 19:09

Aloha, ich habe mir heute einen neue Batterie gekauft die statt 10Ah "nur" 9Ah hat der Susukihändler meinte die baut er auch meist in die Moped´s ein weil diese mal gut 20€ billiger ist.

Ich denke da der unterschied so gering ist wird des wohl net so schlimm sein...!

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#14

Beitrag von nille » 11.07.2007 19:27

Wenn es eine Starterbatterie ist, ist es ja ok.

Die Kapazität (9Ah) sagt NICHTS über den Strom aus, den die Batterie an den Anlasser liefern kann!
Gruß Nils

wolfi


Re: Kleinere Batterie => Günstiger und leichter

#15

Beitrag von wolfi » 29.09.2009 21:56

Hallo allerseits,
wollte mich nochmal melden wegen meinen Langzeiterfahrungen mit der kleineren Batterie. Hab sie immer noch drin und sie funktioniert pima. Nur bei unter ca. 0°C mag sie net so recht, vor allem wenn die SV länger gestanden war und längeres Orgeln angesagt ist. Aber da fahre ich normalerweise sowieso nicht (außer letzten Januar beim Umzug ... brrrr). Mittlerweile kostet die Batterie 14,95 € bei Reichelt Elektronik. Ist immer noch preiswert finde ich.

Schönen Gruß vom
Wolfi :D

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