Motorradfahren gefährlichstes Hobby


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Hurzelchen


Motorradfahren gefährlichstes Hobby

#1

Beitrag von Hurzelchen » 04.11.2007 20:23

Aus der Liste der gefährlichstens Hobbys nach Angaben von Welt der Wunder:
Platz 1: Motorradfahren – Der Körper als Knautschzone

Mit Abstand das gefährlichste Hobby ist Motorradfahren! Allein letztes Jahr starben auf Deutschlands Straßen 793 Motorradfahrer. Doch nicht nur Rasereien und Selbstüberschätzung führen zu dramatischen Unfällen. Die meisten Motorradfahrer sterben bei Kollisionen mit einem anderen Fahrzeug. Schuld daran sind in zwei Dritteln der Fälle Autofahrer, die beim Abbiegen die Vorfahrt von Motorradfahrern missachten.

Besonders gefährlich sind für Motorradfahrer große und hohe Autos, weil sie fast keine Chance haben, über das Auto hinweggeschleudert zu werden. Stattdessen prallen sie mit voller Wucht gegen die Karosserie. Da Motorradfahrer keine Knautschzone haben, müssen sie eigentlich bei jedem Unfall mit Verletzungen irgendeiner Art rechnen: Bei Motorradunfällen kommt es in 95 Prozent der Fälle zu Personenschäden.
Aber was können wir uns davon kaufen? Dürfen wir uns jetzt Extremsportler nennen? Was meint ihr dazu?

Gruß Hurzelchen

Wandi


#2

Beitrag von Wandi » 04.11.2007 20:27

naja als extremsportler würd ich mich nicht gerade bezeichnen, aber es gibt so viele hobbies, die lebensgefährlich sind.... z.b. fallschirmspringen oder bungeejumpen
es fahren halt mehr menschen motorrad als es leute gibt, die gerne von klippen springen, is einfach ne sache für die statistik... nicht mehr nicht weniger ;)

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#3

Beitrag von LazyJoe » 04.11.2007 20:36

Ich bin mir nicht sicher, wie seriös die Liste ist, wenn an Platz 3 tatsächlich Shoppen steht.. :?

Aber Wandi muss ich Recht geben, alleine die Zahl der Verunfallten hat so überhaupt keine Aussage, weil die Relation fehlt. Sicher passieren beim Fallschirmspringen auch Unfälle, nur sind das eben weniger, da den Sport nicht so viele ausüben. Man müsste das irgendwie prozentual ausdrücken, wird aber schwierig..
Proper planning and preparation prevents piss poor performance.

Elin


#4

Beitrag von Elin » 04.11.2007 20:41

Ob man die Rechnung echt so aufmachen darf? Ich weiß nicht. Die Gesamtzahl der Toten müsste in Bezug gesetzt werden zur Gesamtzahl aller Moppedfahrer in Deutschland, finde ich. Wir haben ca. 3,9 Millionen Krafträder in Deutschland. Wenn man diese Zahlen in Relation setzt, kommt man eher zum Schluss, dass es wohl viel gefährlichere Hobbies gibt.

Nähere Info zu den Zulassungszahlen: http://www.kba.de/Stabsstelle/Presseser ... d_2007.htm

Troubleshooter


#5

Beitrag von Troubleshooter » 04.11.2007 20:47

Andererseids wird hier von verkehrstoten gesprochen. Wieviele fast-tote und leicht verletzte gibt es?

Motorradfahren ist im allgemeinen zu den gefährlichen Hobbies einzuordnen.

Elin


#6

Beitrag von Elin » 04.11.2007 20:53

Dazu die Unfallstatistik für 2004:

Zugelassene Motorräder: 3,8 Millionen
Unfälle mit Beteiligung von Zweiradfahrern: 34394

Quelle: http://www.motorradonline.de/news/unfal ... 147022.htm
http://images.motorradonline.de/fm/21/u ... tistik.jpg

Wandi


#7

Beitrag von Wandi » 04.11.2007 20:55

das es zu den gefährlichsten hobbies gehört ist eigentlich klar...
aber es wird einfach zu dramatisiert, ich könnt hier jetzt rumblubbern aber das mach ich nicht.

jeder der motorrad fährt oder sonstigen sport betreit muss mit den risiken vertraut sein, und in nicht vielen sachen spielt der tod keine rolle

matthes


#8

Beitrag von matthes » 04.11.2007 21:33

Ohne Frage ist Motorradfahren gefährlich, allein schon weil man meist doch etwas sportlicher als beim Autofahren zu Werke geht und beim Kurvenwetzen eben nicht so viele Reserven hat als wenn man nur gemütlich die großen Landstraßen langzotteln würde - aber Moppedfahren macht man halt meist zum Spaß :twisted:

Was echt nervt ist dass man die Fehler der meisten Autofahrer ausbügeln muss, ich sag nur geschnittene Kurven. Da krieg ich derbe nen Hals, wenn mir die Dosen großzügig auf meiner Spur entgegenkommen.

Aber wirklich brauchbar ist die Liste nicht, wenn da Verkehrstote gegen wundgelaufene Hardcoreshopper-Füße oder stricknadelgepiercte Hintern abgewogen werden :) up :rofl:

Alex


#9

Beitrag von Alex » 04.11.2007 22:03

Oh, wusste ich noch gar nicht...habe immer gedacht, dass Hallen-Halma gefährlicher wäre... Aber Moppedfahren... 8O
Okay, ich hör damit auf: Wer will meine Raptor kaufen...? :roll: :wink:

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#10

Beitrag von Timmey » 04.11.2007 22:07

Was denn.... für so ein Selbstmordgerät willst du noch Geld????

...also ich bin so nett und nehm se dir umsonst ab 8)


naja... also ich denke diese Rangliste kann man inen Eimer werfen... natürlich is Motorradfahren gefährlich aber ich denke nicht das sich das auf die Lebenserwartung auswirkt :wink:
der Streber sieht das Ziel
aber der Weise pflückt am Rand Blumen

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#11

Beitrag von Drifter76 » 04.11.2007 22:13

Ja, Motorradfahren ist gefährlich.
Aber Autofahren auch. Soll ich jetzt zu Hause bleiben? Aber die Statistik sagt, das die meisten Menschen zu Hause sterben. Und nun?
Leute rauchen, gehen ins Solarium und machen extreme Dinge. Und das, obwohl sie wissen das es Gesundheitsschädlich ist. Jeder bestimmt sein Leben selbst. Und wenn etwas aufgrund dessen passiert, dann soll er bitte nicht jammern.
Ich weiß, das es mich jeden Tag, egal wann und wo erwischen kann. Also lebe ich mein Leben und genieße jede Minute. Weil ich eben weiß, das es mich jeden Augenblick erwischen kann...

Was passiert, wenn das Haus jetzt zusammenstürzt??? :roll: :lol:
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skorp


#12

Beitrag von skorp » 04.11.2007 22:41

Naja, wie schon gesagt wurde ist dies immer eine Frage der Statistik.

Da es sich hierbei ja auch um ein Fernsehmagazin handelt, bei dem es ja auch immer um die Statistik geht, ist es natürlich für WDW sehr viel interessanter die Motorradfahrer und Skater in die Mangel zu nehmen, da die meisten Mütter eher Söhne und Töchter haben, die Motorradfahren oder Skaten, bzw shoppen wollen als Skydiving oder z.B. mit Krokodilen baden wollen.

Gäbe es nur 3000 Personen die Motorradfahren, dafür aber 3,8Mil Klippenspringer in Deutschland würde wohl dies als gefährlichstes Hobby auftauchen.

Aber sind wir doch mal ehrlich, irgendwie ist es doch auch der Reiz der Gefahr, aus dem einige aufs Bike steigen und sich nicht immer 100% an die StVO halten.

Jedoch sind es leider die 75% der Unfälle wo der 2Radfahrer nicht der Verursacher war, die mir nicht gefallen. In meinen Augen sollte jeder Autofahrer mindestens einmal auf einem Motorrad mitfahren, damit er die Unterschiede kennen lernt (ein F1 Auto wäre auch eine Variante) oder einfach die Beschleunigungsfähigkeit der Verkehrsteilnehmer zu verstehen, bzw besser einschätzen kann.
Jedoch kann ich mir auch schon jetzt die negativen Aussagen hierzu hören, "Du musst es ja nicht tun", "Man kann auch langsam mit einem schnellen Fahrzeug fahren", .....
Naja ich denke man muss sich einfach nur die "sinnvollen" Diskussionen zu Tempo 130 auf Autobahnen ansehen und kann sich schon vorstellen was das Ergebnis ist, jedoch frage ich mich dann, warum die sehr schlimmen Unfälle von den "langsamen" LKW's z.B. am Stauende verursacht werden.
Und wer kümmert sich um die "alten" Damen und Herren im Straßenverkehr, die sich nicht trauen schneller als 75 auf der Landstraße zu fahren, wodurch man teilweise zu "gefährlichen" Überholmanövern motiviert wird...... Aber ich schweife ab.

Ja es ist gefährlich, aber wie man im Schwarzwald dieses Jahr gesehen hat, es bringt nicht viel, etwas "aktiv" durch Tempolimits machen zu wollen, sinnvoller ist es dann schon die Strecken sicherer zu machen, in dem man die Messer am Rand entschärft, jedoch ist es doch genau das, was man haben will? Warum fährt man denn in die Alpen und riskiert viel, doch nicht weil es sicherer ist oder die Landschaft so super ist, wenn man mit 50 die Alpen hochfährt und jede Kurve aufrecht durchfährt. Klar die Landschaft ist super, jedoch geht es doch auch irgendwo um den Reiz der Gefahr, oder würde es allen so viel Spaß machen, wenn es absolut ungefährlich ist?
Mir ist auch klar, das ich damit nicht für alle spreche und nicht jeder Motorradfahrer ein hirnloser Adrenalin Junkie ist, aber wenn es allen nur um das "Feeling" gehen würde, würden wir wohl alle nur ne 125er haben, weil die sind ja eigentlich schnell genug *fg* :-)

Bla bla bla, ..... ich werde auch weiterhin fahren, den es war mir schon vorher bewusst, dass dieses Hobby nicht ganz ungefährlich ist.
Klar wäre es schöner, wenn einem die Autos nicht auf der eigenen Spur entgegenkommen, oder es beim Überholen doch etwas enger wurde als vorgesehen. Jedoch sind es doch gerade diese Schocks die einem eindeutig beweisen, dass man noch lebt :twisted:

So jetzt ist aber genug

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#13

Beitrag von Gutso » 04.11.2007 22:51

Elin hat geschrieben:Dazu die Unfallstatistik für 2004:

Zugelassene Motorräder: 3,8 Millionen
Unfälle mit Beteiligung von Zweiradfahrern: 34394

Quelle: http://www.motorradonline.de/news/unfal ... 147022.htm
http://images.motorradonline.de/fm/21/u ... tistik.jpg
Nehmen wir mal an, dass es etwa 3 Millionen Motorradfahrer in Deutschland gibt. Die 800.000 Motorräder nehme ich mal als Zweit- und Drittmotorrad an. Wenn ich noch im Schnitt davon ausgehe, dass es im Jahr 35.000 Motorradunfälle gibt und dabei etwa 850 Biker tödlich verunglücken, dann heißt es, dass die Wahrscheinlichkeit pro Saison...

...tödlich zu verunglücken ca. 0,028 % beträgt.

.... einen Unfall mit seinem Motorrad zu haben ca. 1,167 % beträgt.

Bei etwa 4500 Usern im Forum würde das bedeuten, dass ca. 52 SVrider pro Saison einen (von der Polizei aufgenommenen) Unfall haben und davon ein SVrider tödlich verunglückt.


Meiner Meinung ist das recht hoch, dass mehr als einer von 100 Bikern pro Saison einen Unfall hat. Außerdem kommen nur Unfälle in die Statistik, welche von der Polizei aufgenommen wurden. Dazu kommten bestimmt noch mal doppelt so viele, bei denen die Leute nur in den Graben gerutscht sind und entweder noch nach Hause mit der kaputten Kiste fahren oder diese sonst wie selbst abschleppen, ohne die Polizei in Kenntnis zu setzen.

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#14

Beitrag von SV Taz » 05.11.2007 0:02

Nun gut, Motorradfahren ist bestimmt ein gefährliches Hobby und man steigt eigentlich immer mit der Gefahr auf den Bock, dass man nicht mehr heil nach Hause kommt. Aber was ist heutzutage schon sicher. Die Wahrscheinlichkeit, dass es mich auf dem Mopped dahinrafft ist wesentlich geringer als mich bei irgendeiner Breitensportart (wie z. B. Fussball etc.) derbst zu verletzen mit monatelangem Ausfall für den Arbeitgeber. Also sind meiner Meinung nach die normalen Breitensportarten gefährlicher, da die Wahrscheinlichkeit, sich ernsthaft zu verletzen, um ein Vielfaches höher ist ;)

Ein ehemaliger Chef von mir wollte mich mal unterschreiben lassen, dass ich kein Motorrad mehr fahren und auch kein Fussball mehr spielen darf. Bei Zuwiderhandlung sollte keine Lohnfortzahlung erfolgen :rofl: Lachhaft... Habe daraufhin diesen Sklaventreiber verlassen und bin zu einer anderen Firma gewechselt :lol:
R.I.P. Patrick
*05.09.1987 †22.09.2010

rennbär


#15

Beitrag von rennbär » 05.11.2007 1:41

Oh scheiße...die meisten Menschen sterben im Bett...und nu? Ich bin soo müde...

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