Motorölwechsel überflüssig?


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Buddy


#16

Beitrag von Buddy » 22.01.2008 23:52

@Neuling,
woher willst du wissen, das das Öl noch gut ist? Die Optische kontrolle sagt so gut wie garnichts. Hier kann höchstens sehr starke verschmutzung, Wasser im Öl etc erkannt werden, ob das Öl noch alle seine benötigten Eigenschaften hat kann man nicht erkennen.
Aber mal ehrlich, son Ölwechsel kostet doch nichts. Öl im 20l gebinde oder so und ab gehts. Selbst fürs auto bleibe ich mit hochwertigem Markenöl und Filter bei unter 12€ und da geht mehr rein ;)
Also wer da so spart geht schon ein gewisses Risoko ein.

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Neuling
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#17

Beitrag von Neuling » 23.01.2008 0:19

hey ich pienz nich wegen den paar teuros!und auch nich wegen der arbeit die der wechsel macht!
aber ich wüsste nicht was in 2 jahren mit vollsynt. öl passieren soll, ausser abrieb und verschmutzung!und solang des optisch noch 1A is wechsel ich da nix ausser es muss oder ich hab des gefühl das was nich stimmt!

aber vlt erklärt mir ja gleich einer was sich an den eigenschaften vom öl so grundlegend ändert das es raus muss,und überzeugt mich!
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ichneumon


#18

Beitrag von ichneumon » 23.01.2008 15:54

Buddy hat geschrieben: Selbst fürs auto bleibe ich mit hochwertigem Markenöl und Filter bei unter 12€ und da geht mehr rein ;)
Also wer da so spart geht schon ein gewisses Risoko ein.
Das muss aber ein ziemlich billiger Filter sein, ich habe für meinen immer so 6 bis 7€ gezahlt. dann blieben noch max. 6€ für 3 Liter Öl übrig....

Buddy


#19

Beitrag von Buddy » 23.01.2008 16:34

Filter im Großhandel kosten fast nichts. Es gibt auch genügend andere Händler die einen wirklich gute Preise machen und Öl für Auto kaufe ich im 60l Fass, da spart enorm, dann kostet selbst sehr gutes Öl nur 2,1€ der Liter.
Man muß nur lange genug suchen, etwas glück und/oder beziehungen haben. No name Öl ist im Fass bei meinem Autoteilehändler noch billiger gewesen, aber da weiß man nicht was man hat.
Ich weiß selber, das ich da recht günstig bei weg komme, dass könnten viele aber auch billiger haben ;)

@Neuling,
das Öl soll man hauptsächlich wegen alterung der Additive und dem gebundenen Wasser spätestens im jährlichen Zyklus wechseln. So wurde mir das erklärt. Denn das Wasser kommt bei modernen Ölen kaum wieder raus und wenn das Motorrad lange steht und immer wieder warm und kalt wird, wird es ganz automatisch mehr wasser im Öl. Neue Öle kommen damit erheblich besser zurecht, aber wie gut das jetzt im einzellfall klappt weiß man nicht.
Ich kenne keinen Hersteller der nicht den Jährlichen Wechsel vorschlägt/vorschreibt.

Also ich will hier ha auf keinen fall so wirken, als würde nur meine Meinung stimmen. Denn was letztendlich stimmt wissen wir nicht, nur eins wissen wir, das ein häufiger wechsel sicherer und auch teurer ist ;)

Thomas1988


#20

Beitrag von Thomas1988 » 23.01.2008 18:26

Ich hab bei meiner im August das 6k service gehabt. jetzt hat sie 10k drauf.

Im Handbuch steht ja drinnen, dass das öl beim auswintern gewechselt gehört. Jetzt stellt sich für mich die frage, da das öl ja so gut wie neu ist (vom alter.. nicht von der laufleistung) ob man das jetzt wirklich wechseln soll.
Sollte ja egal sein.. außerdem kommt sie ja in 2k km sowieso wieder zum service.
Ist das wirklich nötig zu wechseln?.. vl den filter einmal reinigen? wenn das geht..

rap


#21

Beitrag von rap » 23.01.2008 21:29

Ich würde hauptsächlich 2 Dinge beachten, danach kann man nicht mehr so viel falsch machen.

Die ersten 1000 würde ich mit Einfahröl fahren. Gibts sowas auch für Moppeds?
Die Kolbenringe sind so hart daß sie sich kaum einschleifen was eine eher mangelnde Abdichtung zur Folge hat. Bei meinem zerlegten Motor mit 40.000km gelaufen waren die erst zur Hälfte tragend.
Einfahröl vergrößert den Verschleiß gegenüber Normalöl durch weniger Additive.
Da man die ersten 1000 sowieso eher gemäßigt fährt ist das imho die ideale Kombination.
Kann dann keinen Fresser geben.

Nach den ersten 1000 würde ich so oder so einen Ölwechsel machen um den ganzen ersten Metallabrieb sowie Produktionsrückstände rauszuspülen.

Dann vielleicht die ersten Ölwechsel mit Mineralöl machen damit es auch noch ein bißchen Verschleiß gibt.
Wenn man zu früh auf Synthetik geht gibts das oben beschriebene Problem.

Ich weiß heute noch nicht warum meine Motoren immer nur 12 bar Kompressionsdruck hatten obwohl der Normdruch laut Anleitung 15 sein sollte.
Vielleicht gibts den erst später wenn die Kolbenringe komplett eingeschliffen sind. 12 ist Minimum, darunter hat der Motor ein Problem.
Schätze daß man auch jedes Bar am Hinterrad merkt. Und beim Spritverbrauch.
Eine entsprechende Anfrage hier im Forum nach Kompressionsdrücken bei welcher Kilometerleistung ist leider im Sand verlaufen.

Bleibt also eine Theorie.
Der starke Durchsatz durch die Motorentlüftung mit der dazugehörigen Ölpfütze im Luftfilter würden imho dazu passen.

Buddy


#22

Beitrag von Buddy » 23.01.2008 21:53

Auch wenns OT ist, aber was meinst du mit eingeschliffen?
Du schreibst, das die Ringe zur hälfte tragend waren, anderer Seits auch, das sie sehr abriebsfest sind. Ich hoffe du meinst nicht, das die Hohnspuren an der Zylinderwand weg waren. Das ist das schlimmste. Das die Kolbenringe nicht komplett tragen sind klingt für mich logisch. Das ist ein offenes Profil, dass ist nie ganz rund.
Meinst du evtl auch die Ölabstreifringe?

Das mit dem einfahröl und so finde ich nicht so berauschend. Der verschleiß kommt so oder so und wegen den ganz geringen Leistungsunterschieden mach ich mich nicht verrückt. Je weniger verschleiß, je länger hält es ;)
Das mit dem anfangs gewollt erhöhten verschleiß finde ich in der heutigen Zeit überholt. Bei neuen Motoren gibt es eh schon genug abrieb, die wird soweit ich weiß fast nur durch oberflächenglättung und ganz ganz leichte einebnung gebildet. Danach ist alles tragend und gut ist.
Ich glaube auch, das man kaum merken wird, ob man mineralische Öle syntetische oder etwas dazwischen gefahren ist. Da gibt es so viele andere Faktoren die wesentlich wichtiger sind. Die mineralischen und synt. Öle unterscheiden sich ja schon stark in manchen Eigenschaften, vorallem aber im Preis ;) Lange halten tuts mit beidem. Der rest ist unerheblich, zumal wohl die aller wenigsten hier ihr Mopped so lange haben, bis der Motor trotz allen liebevollen zuwendungen durch verschleiß aufgiebt.
Warum deiner nun so wenig Druck aufbaut ist schwer zu sagen, evtl ist es auch nur ein Messfehler oder hat andere Gründe.

Druck auf dem Kurbelgehäuse ist völlig normal, auch Öl im ansaugtrackt. Ich kenne es von Autos nicht anders und habe auch noch nichts anderes gesehen.

rap


#23

Beitrag von rap » 23.01.2008 22:30

Halb tragend heißt sie (die 2 Kolbendichtringe) liegen nur mit der Hälfte ihrer Dicke auf der Zylinderwand auf. Der Rest ist rund und unbeschliffen.
Ich könnte mir vorstellen die ganze Dichtwirkung entfaltet sich erst mit der vollen Dicke.
Die Honspuren an der Zylinderwand müßte ich mir nochmal angucken, ist eine Weile her, aber ich glaube sie waren noch gut zu erkennen.

Der Tuner von dem ich den abgedrehten Lichtmaschinenrotor habe verwendet bei seinen Tuningmotoren die Ringe der African Twin, die sind weicher.
Soll sich ja gleichmäßig (Zyliderwand/Ringe) abnutzen.
Bessere Dichtung -> mehr Druck.

ichneumon


#24

Beitrag von ichneumon » 24.01.2008 8:36

Mein Suzuki-Händler hat damals zu mir gesagt, als ich die SV gekauft hat, ich
soll mich in den ersten 1000km an die Einfahrvorschrift halten, weil
der Motor mit "Einfahröl", einem minderwertigem Öl, befüllte wäre.

Overdrive


#25

Beitrag von Overdrive » 14.03.2008 1:10

Kennt ihr diese kontrovers-diskutierte Homepage von nem Ami, der seine ganz eigene Vorstellung vom Einfahren hat?

Der rät bei jedem neuen Bike erstmal das Ori-Öl abzulassen und billigstes Mineraöl einzufüllen. Anschließend wird das Bike gewissenhaft warmgefahren und dann in mehreren Schritten mehr und mehr und länger belastet. Im Endeffekt sieht der Motor in den ersten hundert km schon zeitweise Vollgas, damit sich die Ringe auch schön an die Laufbahn einarbeiten können.


Gibt auch die Theorie, dass man seinen Motor so einfahren soll, wie man ihn nachher bevorzugt fahren will. Demnach wäre obige Methode für optimale Leistung bei gutem Verbrauch bei viel Vollast und die werksseitigen Empfehlungen für gute Abdichtung bei Teillast.

Denke da gibts schon einige Kniffe, die das Einfahren aber zu kompliziert für Otto-Normalanwender machen und/ oder zu risikoreich sind für den Hersteller sind. ;) ;)

Spaß


#26

Beitrag von Spaß » 14.03.2008 8:29

in jedem neuen motoradmotor ist schon das billige mineralische öl.wozu es ablassen?wer schon mal nach 1000km einen ölwechsel gemacht hat weiß warum
man das tun sollte.man sollte auch den motor nach vorschrift einfahren,nicht nur
wegen der garantie sondern weil man dann länger was von hat. :lol:

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NeoTrantor
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#27

Beitrag von NeoTrantor » 14.03.2008 11:57

Thomas1988 hat geschrieben:Ich hab bei meiner im August das 6k service gehabt. jetzt hat sie 10k drauf.

Im Handbuch steht ja drinnen, dass das öl beim auswintern gewechselt gehört. Jetzt stellt sich für mich die frage, da das öl ja so gut wie neu ist (vom alter.. nicht von der laufleistung) ob man das jetzt wirklich wechseln soll.
Sollte ja egal sein.. außerdem kommt sie ja in 2k km sowieso wieder zum service.
Ist das wirklich nötig zu wechseln?.. vl den filter einmal reinigen? wenn das geht..
Das würde mich auch mal interessieren, zumal sich ja durch die "lange" Standzeit beim Überwintern (in meinem Fall z.B. 5 Monate) Siff ablagern soll, den man durch den Ölwechsel dann rausholt. Würde es in dem Fall nicht sogar Sinn machen, im Winter den Hobel mal alle paar Wochen für ein paar Minuten anzuwerfen, damit es gar nicht erst zu "Ablagerungen" kommt? Oder erreicht man damit das Gegenteil, z.B. wegen der kurzfristigen Temperaturschwankungen oder wie auch immer?

el capitan


#28

Beitrag von el capitan » 14.03.2008 12:03

Ich weiß von einigen Herstellern, die ihre Pressemotorräder (die ja nicht gerade schonend behandelt und tw. schon mitten in der Einfahrzeit auf den Prüfstand geschickt werden) bewusst mit billigem Öl befüllen und hart einfahren. Danach ist aber der Wechsel auf hochwertiges Öl und natürlich neue Filter unbedingt erforderlich. Moderne Motoren haben aufgrund exakter Passungen eine relativ lange Einlaufzeit - wie schon bei div. Tests beobachtet steigt die Prüfstandsleistung über die km-Zahl ziemlich lange an. Ein Motor mit 6.000 km ist da gerade eingefahren und bei 30.000 km kann es noch besser mit der Leistung ausschauen.

Ich mach mir aber keine allzugroßen Sorgen, dass Suzuki ZU hochwertiges Öl einfüllen könnte. Wenn ich mir die Qualität von Erstbereifung, Fahrwerk etc. anschaue ...

arthur


#29

Beitrag von arthur » 15.03.2008 19:55

ich werd mein öl länger als die vorgeschriebenen 12k/2jahre drinnenlassen.
das mopped sollte schon was aushalten, so emfindlich kann der motor nicht sein, das da älteres öl wirklich schaden anrichtet...
ist doch eh alles abzocke, was auto- und ölindustrie da machen....

Spaß


#30

Beitrag von Spaß » 15.03.2008 21:15

meinst du das öl oder die kühlflüssigkeit?die kühlflüßigkeit kann man ruhig länger
drinne lassen.aber das öl,würd ich nicht machen :!: :evil:

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