Meine nackte K3 startet irgendwie recht seltsam. Beim Druck auf den Starter springt sie sofort an und dreht ganz kurz bis ca. 2000 Umdrehungen. Dann fällt die Drehzahl schlagartig ab und die Maschine stottert irgendwo unter 1000 rum. Wenn ich nun losfahren will geht sie recht leicht aus. Die letzten Tage bevor ich eingewintert habe, war's ganz schlimm. Manchmal reagiert sie auf kurzes Gasgeben auch mit einem schlagenden Geräusch von unter dem Tank (Luftfilterkasten schlägt an Tank?). Denke mal das liegt einfach an der zu niedrigen Drehzahl.
Laut WHB sollte die Drehzahl ja bis zu einer gewissen Wassertemperatur erhöht bleiben. So kenne ich das auch von anderen Motorrädern mit Einspritzung.
Daraufhin habe ich mal Einstellung der Schnellleerlaufdrehzahl nach Werkstatthandbuch kontrolliert. Die Spannung des TPS ist korrekt, also sollte es daran nicht liegen.
Weiterhin ist mir aufgefallen:
Wenn der Motor kurz nach dem Kaltstart gestoppt wird (noch kalt) und dann mit kurzer Verzögerung wieder startet wird, scheint der Kaltstart korrekt zu funktionieren.
Die Kaltstartregelung läuft über die oberen elektrischen Drosselklappen, deren Bewegung kann man ja von "Außen" durch die Freiräume im Rahmen sehen (bei den Gaszügen, die Scheibe mit der unregelmäßigen Kontur). Also habe ich mal geschaut, wie die sich beim Kaltstart verhalten: Sie werden wenn die Zündung an ist positioniert und bewegen sich dann nicht mehr. Somit sollte ja auch ausgeschlossen sein, dass die Elektronik sie einfach wieder zu früh schließt.
Dem letzt habe ich einen 20km junge K7 probegefahren und siehe da, die Drehzahl geht auf 2000 und bleibt da eine ganze Weile. Gut, die Entwicklung geht weiter, aber wenn's doch im Werkstatthandbuch steht....
Hat jemand von Euch eine Idee oder kann meine Erfahrungen bestätigen?
Mittlerweile starte ich halt den Motor und ziehe dann erst Handschuhe und Helm auf, dann passt das. Aber fahren kann man ja jetzt eh nicht mehr (heute erster Schneefall), da darf man sich ja auch mal über sowas Gedanken machen