Airbox


Wie mach ich und wo bekomme ich was? Was ist gut und günstig?
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Schumi-76
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Re: Airbox

#16

Beitrag von Schumi-76 » 21.07.2011 23:54

fred hat geschrieben:
Schumi-76 hat geschrieben:Die Trichterform am Einlass macht auf jeden Fall Sinn, denn es entstehen dadurch weniger Verwibelungen. Ein sauberer unverwirbelter Gasstrom ist schneller und somit ist auch die zu erwartende Zylinderbefüllung besser.
Ein Gasstrom ist erst ab einem gewissen Reynolds-Grenzwert verwirbelt. Bei gleichen Dimensionen zweier Ansaugtrakte kann dieser Grenzwert von der Form der Abrisskante beeinflusst sein.

Ich glaube nicht dass du belegen kannst dass (in Originalzustand) der Gasstrom verwirbelt ist.
Wenn ich die Bilder der besprochenen Einrichtung sehe, bemerke ich dass die Ansauglänge steigt. Da der Reynolds-Wert mit der Kanallänge steigt, wird (meiner Meinung nach) der Reynolds-Grenzwert eher mit der zusätzlichen Einrichtung durchbrochen als ohne diese "Trichter", d.h. die Trichter werden die Luft mehr verwirbeln als sie sie beruhigen.

So das war jetzt nicht zum Klugscheissen aber so bombensicher scheint mir das Geschäft nicht zu sein.
Ach Mensch immer diese Physiker... :D
Ich weiss nur dass es üblich ist Ansaugtrichter eben Trichterförmig zu gestalten und ich glaube auch nicht dass Du belegen kannst dass der Gasstrom im Originalzustand nicht verwirbelt wird. :roll:
Der kritische Wert ist IMO aber nicht die einzige Vorraussetzung für Verwirbelungen, ab diesen Wert steigt wohl lediglich die Gefahr von Verwirbelungen stark an. Ein Hinderniss im Gasstrom wird warscheinlich immer Verwirbelungen hinter sich zur Folge haben.
Ich halte das ganze eh für sehr theoretisch und ich glaube auch nicht dass man mit diesen recht kurzen Trichtern den kritischen Wert ansatzweise erreicht.
Immerhin hat der Typ aus dem Link von bios31 ne Grabvase verwendet und eine geringfügige Leistungssteigerung erzielt.
Hab bei Wiki schließlich noch was zum Thema gefunden
Resonanzaufladung

Bei diesem Verfahren wird die Aufladung nicht durch ein eigenständiges Laderaggregat erreicht, sondern durch Nutzung der kinetischen Energie der im Ansaugtrakt strömenden Luft und der Schwingungen der Gas-Säule, die durch die diskontinuierliche Strömung angeregt werden. Die maximal erreichbare Steigerung des Drehmoments ist wesentlich geringer als bei einer Aufladung durch Verdichter, und es ist eine spezielle Konstruktion des Saugrohres notwendig. Verglichen mit Gebläseaufladung kann aber mit relativ wenig konstruktivem Zusatzaufwand eine Leistungssteigerung erzielt werden.

Einfache Konstruktionen saugen die Luft durch ein Rohr an, dessen Länge so bemessen ist, dass sich die im Rohr nachströmende Luft in dem Moment am Einlassventil zu stauen beginnt, in dem das Ventil öffnet. Die kinetische Energie der Luft wird so für eine Verbesserung des Füllungsgrades genutzt. Der Ladeeffekt wirkt jedoch nur in einem relativ schmalen Drehzahlband, und die Höchstleistung ist durch den Drosseleffekt des längeren Ansaugrohres begrenzt...

Wenn die Einlasssteuerzeit mit der Frequenz der Gasschwingung übereinstimmt, kommt es zur Resonanz. Diese bewirkt, angeregt durch den Rhythmus der Ansaugtakte der Zylindergruppe, eine zusätzliche Drucksteigerung. Bei mittleren Drehzahlen bewirken lange Saugrohre in Verbindung mit einem Resonanzbehälter lange schwingende Gassäulen mit großem Druck vor dem Einlassventil. In diesem Drehzahlbereich bewirkt die Resonanzschwingung eine Aufladung und damit eine bessere Füllung. Die Bildung von Zylindergruppen vermeidet eine Überschneidung der Strömungsvorgänge durch den in der Zündfolge nächsten Zylinder. Jeder Resonanzbehälter ist deshalb an einem Resonanzsaugrohr angeschlossen.

Verwendet wurden solche Systeme unter anderem von Audi und BMW. BMW verwendete dieses Prinzip bereits in den 1950er Jahren bei Motorradmotoren. Bei der R25/3 war das Ansaugrohr aufgrund der notwendigen Länge durch den Tank geführt. Es ergab sich eine Leistungssteigerung um 1 PS gegenüber dem Vorgängermodell R25/2, das dieses Schwingrohr nicht aufwies. Besonders effizient war dieses Prinzip beim Wankelmotor: Aufgrund der fehlenden Einlassventile konnte beim NSU Spider mit passender Ausführung des Ansaugtraktes bereits anfangs der 1960er Jahre Liefergrade (das ist das Verhältnis der angesaugten Frischgemischmenge zur aufgrund des Hubraums möglichen Menge) von über Eins erreicht werden.
Folglich finde ich ich deinen Einwand bezüglich der Verwirbelungen zwar ziemlich interessant, bei den hier angesprochenen Längen aber für völlig unkritisch.

Gruß Patrick
Nagut, wenn ich mich hier nicht nützlich machen kann...
...dann mach ich mich eben unbeliebt.

berlinstreetz


Re: Airbox

#17

Beitrag von berlinstreetz » 22.07.2011 8:57

Alles klar, dann weiß ich erstmal bescheid werde mir die dinger wohl nicht holen.

Schattenmeister


Re: Airbox

#18

Beitrag von Schattenmeister » 22.07.2011 10:53

Was du aber machen kannst ist dir den 1000er Schnorchel einzubauen. Kostet nur 1/4 so viel und bringt durch das Ansauggeräusch subjektiv auch 2-3 PS mehr :D

berlinstreetz


Re: Airbox

#19

Beitrag von berlinstreetz » 22.07.2011 14:55

Ja ist schon drinne und dazu ein leo mit nem bischen besseren sound. :D :) Angel

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Re: Airbox

#20

Beitrag von schnapser » 22.07.2011 15:08

ich mein im endeffekt sinds nur 2 trichter, kann man wie der Penner in dem Vid aus allem möglichen basteln! Wäre doch mal lustig beim Treffen wenn eh ein Prüfstand da is zu gucken obs was bringt ^^

COSMO


Re: Airbox

#21

Beitrag von COSMO » 22.07.2011 23:29

:mrgreen:

du schreibst 6-8 PS mehr :D ...und in der anleitung steht 2-6 HP mehr....119 mücken weniger und zu 99.5 % hast du keine Mehrleistung sondern nur ein Loch mehr in der Haushaltskasse...

warum denken eigentlich alle die PS liegen einfach nur so rumm und man braucht nur ne polierte Tüte rann zu packen und schon geht die Post ab... ziemlich naiv... :?

fred


Re: Airbox

#22

Beitrag von fred » 23.07.2011 10:50

Schumi-76 hat geschrieben: Ach Mensch immer diese Physiker... :D
Ich weiss nur dass es üblich ist Ansaugtrichter eben Trichterförmig zu gestalten und ich glaube auch nicht dass Du belegen kannst dass der Gasstrom im Originalzustand nicht verwirbelt wird. :roll:
Ich ging mal davon aus dass die Leute die das Ding entworfen haben, versucht haben einen gleichmäßigen Gasstrom zu erhalten.
Schumi-76 hat geschrieben: Der kritische Wert ist IMO aber nicht die einzige Vorraussetzung für Verwirbelungen, ab diesen Wert steigt wohl lediglich die Gefahr von Verwirbelungen stark an.
Ja.
Schumi-76 hat geschrieben: Ein Hindernis im Gasstrom wird warscheinlich immer Verwirbelungen hinter sich zur Folge haben.
Ja, aber im großen und ganzen wird der Luftstrom unterhalb eines gewissen Wertes dann doch gleichmäßig sein.
Schumi-76 hat geschrieben: Ich halte das ganze eh für sehr theoretisch und ich glaube auch nicht dass man mit diesen recht kurzen Trichtern den kritischen Wert ansatzweise erreicht.
Immerhin hat der Typ aus dem Link von bios31 ne Grabvase verwendet und eine geringfügige Leistungssteigerung erzielt.

Folglich finde ich ich deinen Einwand bezüglich der Verwirbelungen zwar ziemlich interessant, bei den hier angesprochenen Längen aber für völlig unkritisch.
Ich habe versucht mir die versprochene Leistungssteigerung zu erklären:

So habe ich die Sache verstanden:
a. kurze Ansaugtrichter, regelmässiger Luftstrom, hohe Leistung bei hohen Drehzahlen
b. lange Ansaugtrichter, turbulenter Luftstrom, niedriger und mittlerer Drehzahlbereich kräftiger

Bei solchen Produkten kann man meist einen theoretischen Gewinn ausmalen, bei diesem sehe ich die Leistungssteigerung nicht ein.


So, fahre jetzt mal 'ne Runde, ist einfacher. :D Und allen ein gutes Wochenende

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Re: Airbox

#23

Beitrag von JohnnyCash » 23.07.2011 11:52

die Resonanzlänge bestimmt, wie lange der Weg der Gassäule ist, im Idealfall kommt die schwingende Gassäule genau bei voll geöffnetem Ventil an und drückt sich so in den Brennraum, was die Zylinderfüllung erhöht

mit Verwirbelung hat das meines Wissens nach weniger was zu tun
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Re: Airbox

#24

Beitrag von bios31 » 23.07.2011 12:05

es geht mehr um die trägheit der luftsäule, welche sich im trichter aufhällt. ist er lange, hat die luft eine grössere trägheit dafür aber mehr wucht, durch die grössere massse.

auf der seite des ulf penners (der heisst echt so ;D) gbts noch paar beispiele und eine erklärung warum wiso weshalb das so ist. http://www.tuning-fibel.de/motorrad_tun ... spiele.php

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Re: Airbox

#25

Beitrag von schnapser » 23.07.2011 15:08

Der Penner is ganz ok aber zumindest in seiner "tunerfibel" kommt die theorie viiiieeelczu kurz! Ich empfehle für Interessierte wirklich das obrn genannte buch von jürgen stoffregen

COSMO


Re: Airbox

#26

Beitrag von COSMO » 23.07.2011 16:06

:mrgreen:
am besten man lässt es wie es ist und dann hat man auch seine garantierten PS.....
gleich wie die Auspufftuner...da war doch mal so ein Bericht und da hatten die hälfte der
geprüften Anlagen ne Minderleistung zur Folge... :mrgreen: aber wichtig ist ja da einem nach jeder ausfahrt die Birne brummt.. ;) bier

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Re: Airbox

#27

Beitrag von JohnnyCash » 23.07.2011 16:21

schnapser hat geschrieben:Der Penner is ganz ok aber zumindest in seiner "tunerfibel" kommt die theorie viiiieeelczu kurz! Ich empfehle für Interessierte wirklich das obrn genannte buch von jürgen stoffregen
das habe ich auch, denke das Buch vom Penner ist aber nicht wirklich damit zu vergleichen, soweit ich davon gehört habe
Knubbel S

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